Winterlicher Rundweg zur Mittelbergwand im Hirschbachtal
Im
Hirschbachtal wimmelt es geradezu von tollen An- und Aussichten. Ein
Labyrinth von Wanderwegen und Trampelpfaden führt von einem
Kletterfelsen des Noris- und Höhenglücksteiges zum nächsten.
Wunderschöne und bizarre Felsformationen wechseln sich ab mit
schwindelerregenden Höhen und Abhängen. Für ganz kleine
Wanderzwerge ist dieses Wandergebiet sicher noch nicht geeignet. Aber etwas erfahrenere und kraxelbegeisterte Kids wie unser knapp
sechsjähriger Hüpfer kommen auf einigen der Wege schon ganz gut klar.
In der ersten Januarwoche, als die Temperaturen endlich anzogen und
Schnee wie Puderzucker die Baumkronen und Felsen bedeckte, machten
wir uns auf den Weg, um eine kurze und in unseren Augen
ungefährliche Tour über den Norissteig zu wagen. Wichtig: Dabei
ging es uns nur ums Wandern. Während der Wanderung stellten wir
immer wieder fest, dass es besonders an den teilweise recht steilen
Hängen durchaus von Vorteil ist, wenn das Laub darauf und der
Waldboden darunter gefroren sind. Dadurch hatten wir einen besseren
Tritt und mit unseren Wanderstöcken sicherten wir unseren Halt
zusätzlich. Besonders bergab waren wir für die Hilfen dankbar. Wenn
Ihr diese Tour auch einmal im Winter wagen wollt, empfehlen wir Euch
unbedingt entsprechende Ausrüstung. Dann wird der Weg zum machbaren Abenteuer.
Auf
der A9 fahrt Ihr, von Nürnberg kommend, Richtung Berlin. Ihr
verlasst die A9 an der Ausfahrt 49 Lauf/Hersbruck und fahrt auf der
B14 Richtung Hersbruck/Sulzbach-Rosenberg. Nach 7 km nehmt Ihr im
Kreisverkehr die erste Ausfahrt, um auf der B14 zu bleiben. Nach
weiteren 7 km nehmt Ihr die Ausfahrt Neuhaus a.d. Pegnitz/Hohenstadt.
Im Kreisverkehr nehmt Ihr die zweite Abfahrt und fahrt nach
Hohenstadt hinein. Dort biegt Ihr von der Hauptstraße scharf rechts
in die Pegnitztalstraße, der Ihr aus Hohenstadt hinaus bis zur
Rechtsabzweigung nach Hirschbach folgt. Ihr überquert die Pegnitz und
einen Bahnübergang. Ihr durchquert noch Eschenbach und Fischbrunn
bis Ihr Hirschbach erreicht. Der Wanderparkplatz ist ungefähr in
der Ortsmitte links ausgeschildert. Gleich wieder links und den
Feldweg entlang und schon gelangt Ihr zum Wanderparkplatz.
Vom Parkplatz marschiert Ihr zurück Richtung Ortsmitte. Überquert
die Hauptstraße und die kleine Brücke, die über den plätschernden
Hirschbach führt und geht „Am Schmiedberg“ den Berg hinauf. Oben
an der Weggabelung angekommen, weist Euch ein Schild den Weg bereits
nach rechts zum Norissteig. Der Großteil Eures Weges wird übrigens
mit dem Roten Kreis auf Weißem Grund markiert sein. Wir folgten
diesem Zeichen bis zur Mittelbergwand. Erst dann folgten wir erst
einmal unserer geplanten Route über outdooractive und danach dem
Heinz-Walter-Weg. Jetzt noch ein paar Häuser
passiert und schon steht Ihr mitten im Wald. Nach einem urigen
Kellereingang, der wer weiß wie weit in den Schmiedberg hineinführt,
geht es, der nächsten Markierung folgend, links steil den Berg
hinauf.
Endlich
erreichten wir das erst Plateau. Rechts und links flankieren Felsen
die Ebene, von der es nach ein paar Metern rechts durch und über die
moosbedeckten Felsen weiter hinauf geht. Die erste Bewährungsprobe.
Sind die Felsen zu glatt? Kommen wir durch das Laub oder sinken wir
ein? Wir hatten Glück. Weder das eine noch das andere traf zu.
Besonders überrascht waren wir von dem guten Halt auf dem
angefrorenen Moos. Vielleicht lag es auch einfach am guten Profil
unserer Schuhe. Aber mit Sneakers wird den Weg ja wohl eh niemand
gehen ;-)
Also
hinauf und dann weiter nach links. Es geht über Moos, Schnee und
darin versteckte Wurzeln. Dann biegt der Weg rechts ab und führt
Euch am Hang entlang. Der Pfad ist recht schmal und im Schnee nicht
immer gut zu erkennen.
Das machte den ganz besonderen Reiz dieser
Tour aus. Durch die kahlen Bäume sahen wir unten immer das
Hirschbachtal, waren also grundsätzlich sicher. Würden wir den Weg
verlieren, hätten wir uns einfach geradeaus nach unten vorgekämpft.
Aber wer will das schon. Wir wollten den Weg finden und beibehalten.
Da,
der Rote Punkt. Schnell hinterher und wieder ein Stück hinauf. Bis Ihr die Bergseite der Mittelbergwand erreicht.
Wir genossen die Aussicht und drehten wieder um. Zurück zum
breiten Waldweg und dann, ohne erkennbaren Weg, links um die
Rückseite der Mittelbergwand und direkt hinauf. Hier stießen wir
auch wieder auf einen ausgewiesenen Wanderweg. Oben rechts dem Weg
folgen und Ihr erreicht das Gipfelkreuz. Von hier aus öffnet sich
vor Euch das Hirschbachtal in seiner ganzen Pracht. Was für eine
tolle Aussicht. Und wie weit wir an diesem recht nebligen Tag doch
blicken konnten. Einfach schön.
Vom
Gipfelkreuz folgt Ihr dem neu entdeckten Wanderweg an einem Holzlager
vorbei bis zu einer Weggabelung. Biegt links ab in den Schotterweg.
Dieser führt Euch sanft bergan an einer Bank vorbei.
Bald
erkennt Ihr an den Bäumen das mit einem Edelweiß versehene
Wanderzeichen des Heinz-Walter-Wegs. Dieser führt Euch um den Schmiedberg herum. Ihr erreicht eine Kreuzung, an der Ihr links bergab abbiegt. Dass Ihr richtig seid,
erkennt Ihr, wenn Ihr auf der gegenüberliegenden Talseite den großen
Aussichtsturm erkennt.
Nun geht es einfach immer bergab. Wenn Ihr
noch Lust habt, könnt Ihr links einen Abstecher zur Schmiedberghöhle
machen. Eher eine Grotte, als eine echte Höhle. Dafür jedoch
wirklich imposant anzuschauen, wie sie oben am Hang stolz und erhaben auf ihre
Besucher wartet.
Von
hier geht es über Serpentinen zurück zum Hauptweg, hinab ins Hirschbachtal und zum Wanderparkplatz.
Ein
schöner Weg, im Winter durchaus ein wenig anstrengend. Dafür auch angenehm ruhig. Besonders schön ist das Rascheln und Knacken des
gefrorenen Laubs unter den Füßen. Wichtig ist, dass Ihr Euch immer
darüber im Klaren seid, dass Ihr euch auf einem Kletterweg befindet. Da
gibt es schon die ein oder andere steile Stelle, die gemeistert
werden will. Mit einer Prise Disziplin und Selbstbeherrschung ist
dies in jedem Fall machbar und fördert das Selbstvertrauen der
Wanderzwerge.
Wir
sind danach hinter dem Wanderparkplatz noch den Ziegenweg hinauf zu
dem vorher entdeckten Turm marschiert. Der Weg selbst schlängelt
sich recht gemächlich den Hang hinauf. Immer wieder verraten
uns Schautafeln, die mit einer Ziege gekennzeichnet sind, Geheimnisse
der Geologie. An einem Wasserhaus biegt der Weg von der geteerten
Straße in einen Schotterweg ein, der Euch zum ca. noch 500 Meter
entfernten Aussichtspunkt führt. Der Turm selber ist zwar leider
verschlossen, der Blick vom Fuß des Turmes jedoch auch schon grandios
genug. Und wir hatten sogar Glück und konnten ein paar Reiher
beobachten, die hoch über dem Hirschbachtal ihre Kreise zogen.
Hoffentlich
ist es uns gelungen, Euch für das Hirschbachtal zu begeistern. Wir
jedenfalls werden dort in naher Zukunft noch die ein oder andere Tour
machen.
Wenn
Ihr diesen Weg nachwandern wollt, wünschen wir Euch dabei jetzt
schon viele Späße!
Die 3
Pavels
Länge:
3,5 km
Dauer
1,5 – 2 Stunden
Höhenmeter
104 Hm
Highlights:
Diverse Kletterfelsen, die Mittelbergwand und die Schmiedberghöhle
Sicherheit:
Festes Schuhwerk und im Winter am besten Wanderstöcke
Alter:
Ab 5 Jahren (im Winter)
Besonders
weil: im Winter der Klettersteig einen ganz besonderen Zauber
entfaltet
Und hier noch der Link zum Nachwandern:
https://www.outdooractive.com/de/wanderung/nuernberger-land/winterlicher-rundweg-zur-mittelbergwand-im-hirschbachtal/118647837/
https://www.outdooractive.com/de/wanderung/nuernberger-land/winterlicher-rundweg-zur-mittelbergwand-im-hirschbachtal/118647837/


Kommentare
Kommentar veröffentlichen